D-SUB Haube und Steckverbinder mit schneller Ver‑ und Entriegelung

Die CONEC SnapLock-Varianten der D‑SUB-Hauben sind für Anwendungen geeignet, die eine hohe Vibrations- und Schockfestigkeit erfordern.
Die Hauben sind mit einem Verriegelungssystem ausgestattet, das eine schnelle Ver- und Entriegelung ermöglicht. Eine aufwändige Verschraubung der Haube zum Gegenstecker ist nicht mehr nötig. Somit wird eine langzeitige Verbindung ohne sich lösende Schrauben hergestellt.
Durch den hör- und spürbaren Klick ist eine Verriegelung auch an schlecht einsehbaren Geräteschnittstellen schnell und sicher hergestellt.
Die CONEC SnapLock-Hauben sind in schwarzem oder metallisiertem Kunststoff in den Gehäusegrößen 1 bis 5 verfügbar. Je nach Polzahl sind sie mit zwei oder drei Kabelausgängen gerade und seitlich ausgestattet.
Mit einem Nachrüstsatz sind auch bestehende Schnittstellen mit einer CONEC SnapLock-Haube kompatibel. Neben den Hauben werden auch entsprechende D-SUB-Steckverbinder (9- bis 50-polig) mit integriertem Rastbolzen angeboten. Das CONEC SnapLock-System ermöglicht außerdem eine Haube-zu-Haube-Verbindung und ist speziell für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Vibrations- und Schockfestigkeit wie z. B. im Bahn- und Transportwesen ausgelegt. ds

Auf einen Blick

  • Schnelle und einfache Ver- und Entriegelung
  • Schneller montierbar als Standard-Schraubverriegelung​
  • Verriegelungskit Haube zu Haube
  • Steckverbinder mit integrierten nicht verlierbaren Bolzen
  • Gerade und seitliche Kabeleingänge
  • Kit für Hinterwandmontage und Nachrüstung bestehender Systeme


Neue Drucksensoren mit IO-Link

Mit den Drucksensoren der PS+ Serie stellt Turck auf der Hannover Messe (Halle 9, Stand H55) die ersten Vertreter einer neuen Fluidsensorik-Familie vor. Sie vereinen Funktionalität und prämiertes Design. Die Bedieneinheit verfügt über kapazitive Touchpads und ermöglicht eine ungeahnt einfache Bedienung. Der Verzicht auf mechanische Bedienelemente erhöht die Robustheit und trägt zur Erfüllung der ISO-Schutzarten IP6K6K, IP6K7 und IP6K9K bei. Die flexible Montage (über Kopf und um 340° drehbar) und Messbereiche bis zu 600 Bar eröffnen zahlreiche Anwendungsfelder. In den kommenden Monaten werden Temperatur- und Strömungssensoren mit dem gleichen Look-and-Feel Turcks Fluidsensor-Plattform erweitern.
Funktionalität zählt im industriellen Umfeld zu Recht mehr als Optik. Umso besser, wenn Produkte sowohl im Anwendernutzen als auch der Ästhetik punkten und Kunden zum Urteil führen: Sieht nicht nur gut aus, sondern kann auch viel. Genau dies ist der Anspruch der neuen Drucksensoren der PS+ Serie, der durch die Auszeichnung mit dem renommierten iF Design Award unterstrichen wird. Ab sofort können sich Anwender auch von der technischen Stärke überzeugen. Das Plus im Namen der Sensorfamilie steht dabei für zwei Vorteile: eine vereinfachte Inbetriebnahme und die Gewährleistung einer hohen Anlagenverfügbarkeit.

Drehbarer Sensorkopf

Wichtige Anforderungen bei der mehrjährigen Entwicklung waren ein reibungsloser Einbau der Drucksensoren und ein schnelles Zurechtfinden der Anwender in der Menüstruktur. Die Verfügbarkeit marktüblicher Prozessanschlüsse und elektrischer Ausgänge sowie die Abdeckung von Druckbereichen bis zu 600 Bar standen ebenfalls im Lastenheft. Bei der Montage sind Anwender sehr flexibel, da der Sensorkopf um 340° frei drehbar und das Display für einen Überkopfeinbau umkehrbar ist. Die Sensoren erkennen automatisch, ob die Steuerung bzw. das Busmodul PNP- oder NPN-Signale erwarten. Werden analoge Ausgangssignale ausgewertet, gilt gleiches für Strom oder Spannung. Plug-and-Play wird dadurch zur gelebten Praxis. Ein weiteres Feature ist ein einzigartiger Kompatibilitätsmodus innerhalb von IO-Link-Systemen. Die PS+ Serie unterstützt bei der Integration nämlich nicht nur das Turck-Datenprofil, sondern kann zusätzlich andere marktübliche Profile emulieren. In diesem Fall bleibt der Sensoraustausch von der Steuerung unbemerkt.

Bedienung mit Smartphone-Haptik

Die Bedienung des Sensors ähnelt der eines Smartphones. Die berührungsempfindlichen Tastenfelder sind auch mit diversen Handschuhtypen ohne Kraftaufwand oder gar umständliche Hilfsmittel zu bedienen und führen den Benutzer intuitiv durch das Klartext-Menü, dessen Struktur wahlweise entweder dem Turck- oder dem VDMA-Standard folgt. Ein weiterer Vorteil des Verzichts auf mechanische Bedienelemente: Abnutzung, Verschleiß und nachlassende Dichtheit gehören der Vergangenheit an.

Die Drucksensoren der PS+ Serie sind die ersten Geräte, die auf Turcks neuer Fluidsensor-Plattform basieren. Insbesondere​ das innovative Bedienkonzept hat die Jury des iF Design Award überzeugt

Sensoren müssen in ihrer Gestaltung die Realität unterschiedlicher Anwendungsumgebungen berücksichtigen. Dazu zählt, dass sie zügig in Betrieb genommen werden können und eine Fehlbedienung verhindern. Der Sperrmechanismus der PS+ Serie verhindert daher eine ungewollte Betätigung: Zum Freischalten des Geräts ist eine Wischbewegung und gegebenenfalls ein Passwort nötig.
Laufende Informationen über den Betriebszustand und Fehler liefern derweil Status-LEDs, wobei aber auch das Display einen programmierbaren Farbwechsel von Grün auf Rot (und umgekehrt) zulässt, wenn beispielsweise definierte Schaltpunkte überschritten wurden.

Hochbelastbare Metalldruckzellen

Das Bedienkonzept verdeutlicht, wie sich Design und Funktion bedingen. Eine noch größere Rolle als die Nutzerfreundlichkeit spielt aber eine hohe Anlagenverfügbarkeit, denn Drucksensoren müssen über viele Jahre hinweg zuverlässig messen und überwachen. Das Dichtungskonzept macht die PS+ Serie enorm widerstandsfähig, sodass der PS+ die ISO-Schutzarten IP6K6K, IP6K7 und IP6K9K allesamt erfüllt. Außerdem sind die verwendeten Werkstoffe beständig gegen UV-Strahlung und Salzsprühnebel, weshalb auch einer Verwendung im Außenbereich nichts im Wege steht.
Turck bietet die Drucksensoren sowohl mit bewährten Keramikmesszellen (PS310), als auch mit vollverschweißten Metallmesszellen (PS510) an. Letztere weisen eine Überdruckfestigkeit bis zum Siebenfachen des Nenndrucks auf. Optional lassen sich die Sensoren mit Druckspitzenblenden ausstatten. Die Möglichkeit, gemessene Minimal- und Maximaldrücke auszulesen, entspricht einem digitalen „Schleppzeiger mit Langzeitspeicherung“.
Im Rahmen des Condition Monitorings, also einer kontinuierlichen Maschinenüberwachung zur vorausschauenden Wartung, ist diese Funktion sehr relevant. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen konnten die Entwickler zudem durch Verzicht auf einen Vollverguss auch das Gewicht der Drucksensoren reduzieren.

Der PS+ lässt sich bequem über kapazitive Touchpads bedienen, so ist der Sensor absolut abnutzungs- und verschleißfrei
Video: IO-Link als Wegbereiter für Industrie 4.0

Das Multi-Color-Display kann auf Wunsch bei Überschreiten eines Grenzwerts von Grün auf Rot umschalten

Modulare Familienerweiterung

Die zur Hannover Messe präsentierten Drucksensoren markieren den Beginn eines Generationenwechsels. Turck verfolgt mit seinem neuen Fluidsensorik-Portfolio eine Plattformstrategie und wird darauf basierend in den kommenden Monaten zusätzlich Temperatur- und Strömungssensoren auf den Markt bringen.
Zu einem späteren Zeitpunkt folgen Geräte zur Füllstandmessung. Der modulare Aufbau wird allen Sensoren der Fluid-Familie ein einheitliches Aussehen und eine ebenso vertraute Handhabung verleihen. Kunden können ihre Anlagen somit weitaus einfacher erweitern und warten, da die Mitarbeiter nur auf ein einziges Bedienkonzept geschult werden müssen. Das aus der Automobilindustrie bekannte Plattformkonzept bietet dem Kunden aber noch weitere Vorteile: Es begünstigt eine hohe Variantenvielfalt von Produkten und verkürzte Lieferzeiten, so dass besonders gefragte Sensoren bereits binnen weniger Tage verfügbar sind.

Dank seines robusten Industriedesigns ohne mechanische Bedienelemente erreicht der Sensor die hohen Schutzarten IP6K6K, IP6K7 und IP6K9K

Fazit

 
Turck bedient den Markt der Fluidsensorik bereits seit über 20 Jahren und liefert nun mit den Drucksensoren der PS+ Serie eine signifikante Erweiterung der bestehenden Produktpalette.
Die Geräte-Inbetriebnahme gelingt schnell und unkompliziert. Dafür sorgen flexible Montagemöglichkeiten, eine intelligente Systemintegration und die innovative Bedieneinheit mit Smartphone-Haptik. Zugleich sind die Sensoren noch widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen und herausfordernden Anwendungseffekten wie etwa Druckspitzen. Die PS+ Serie ist damit der Vorbote einer umfassenden Weiterentwicklung, die Verbesserungen ohne Mehrkosten liefert und obendrein auch noch in puncto Design zu überzeugen weiß.

Innovatives Kommunikationskonzept für Industrie 4.0

Mit ihrem Kommunikationskonzept sind die PS+ Sensoren ein weiteres Werkzeug in Turcks Baukasten für Industrie 4.0. Als Spezialist für das Erfassen, Übertragen und Aufbereiten von Daten sind für Turck die Durchgängigkeit und die Transparenz von Sensordaten zentrale Anforderungen. Daher unterstützt das Unternehmen offene Standards wie IO-Link 1.1, über den die PS+ Geräte bidirektional mit der Steuerung kommunizieren. Dabei überträgt der Sensor nicht nur digitale Prozesswerte, sondern kann auch Parameter wie zum Beispiel Schaltpunkte empfangen. Die Geräte der PS+ Serie bieten als einzige Drucksensoren unterschiedliche IO-Link-Prozessdatenprofile, die eine flexible Einbindung des Sensors in bestehende Systemlandschaften durch einen 1:1-Austausch vorhandener Geräte erlauben – auch von Fremdherstellern. So entfallen aufwändige Anpassungen der Steuerungsumgebung.
Autor: Dr. Bruno Gries ist Leiter Produktmanagement Fluidsensorik bei Turck

Neue Embedded Systeme und HMIs

Garz & Fricke hat die aktuellsten HMIs und SBCs auf der Embedded World 2019 vorgestellt. Neu sind ein 15,6-Zoll-HMI mit PCAP-Touch aus der SANTOKA Familie, die Wall-Mount-Linie SANVITO und das Small Form Factor Board NALLINO mit dem i.MX6ULL-Prozessor aus der Cortex A7 ultra low power Klasse von NXP.

Die aktuelle HMI-Linie wurde um ein 15,6-Zoll-HMI mit PCAP-Touch aus der SANTOKA Familie erweitert. Das für den Outdoor-Einsatz konzipierte Gerät zeichnet sich u. a. durch sein high-brightness Display in Verbindung mit einem weiten Blickwinkel und optionalem Optical Bonding aus. Dies sorgt für eine hervorragende Ablesbarkeit und eine äußerst klare Darstellung. Ein erweiterter Einsatztemperaturbereich, sowie Schutz gegen Feuchtigkeit prädestinieren es für Applikationen, z. B. im Smart-Vending- oder Ticketing-Bereich.

 SANTOKA 15.6 OF PCT IPS
Die Wall-Mount-Linie SANVITO ist für Anzeige- und Bedieneinheiten für die Gebäudeautomation (HVAC), Raumbelegungssysteme sowie den Einsatz in POS/POI-Systemen oder Patiententerminals am Krankenbett geeignet

Die Wall-Mount-Linie SANVITO

Bisher ist Garz & Fricke bekannt für die Gerätebauformen Rear-, Panel- und Flush-Mount (letzteres für komplett bündigen Einbau). Dieses Portfolio wurde zur Electronica mit der Wall Mount Linie SANVITO um eine weitere Variante erweitert und erlaubt sowohl den Einsatz auf Wänden als auch die Unterputzmontage, sowie optional die Befestigung an Haltearmen (per VESA-Mount). Ein Expansion-Slot mit PCIe und USB Interface erlaubt die schnelle Anpassung z. B. an verschiedene Bussysteme, die Stromversorgung ist auch über PoE möglich. Zielapplikationen sind hier u. a. Anzeige- und Bedieneinheiten für die Gebäudeautomation (HVAC), Raumbelegungssysteme, sowie der Einsatz in POS/POI Systemen oder Patiententerminals am Krankenbett.

SANVITO 10.1 WM IPS

Neuer ultra-low power SBC NALLINO

Die schon jetzt breit aufgestellte ARM basierte SBC-Linie von Garz & Fricke bekommt weiteren Zuwachs in Form des Small Form Factor Boards NALLINO.
Dieses platzsparende embedded Board zielt mit seinem i.MX6ULL-Prozessor aus der Cortex A7 ultra-low power Klasse von NXP und erweitertem Temperaturbereich auf den Markt für Applikationen mit kleineren Display-Diagonalen wie 4,3- und 5-Zoll-Geräten.
Das Board ist im Sinne der Garz & Fricke Produktphilosophie weitestgehend Form-, Fit- und Function-kompatibel zu den bisherigen Single Board Computern NESO LT, VINCELL LT und SANTINO LT.
Neben einer Vielzahl von industriellen Schnittstellen wie 100 Mbit/s Ethernet, USB, CAN-Bus, RS485, RS232 und Lautsprecher-Ausgang bietet er optional WLAN- und Bluetooth-Anbindung. Darüber hinaus verfügt NALLINO über einen microSD-Card-Slot. Das Weitbereichsnetzteil erlaubt Eingangsspannungen von 9 V bis 32 V DC und ermöglicht so den Einsatz in unterschiedlichsten Umgebungen.
Die on-board Display-Schnittstelle unterstützt 24 Bit TTL. Es können sowohl 4-Draht-resistive als auch PCAP Touchscreens angesteuert werden.
Als Betriebssystem wird zunächst Linux Yocto unterstützt, als UI-Frameworks Qt und Embedded Wizard. Der Small Form Factor SBC bietet so eine optimale Mischung aus ausreichender Performance, Leistungsaufnahme, Schnittstellen und attraktivem Preis. Vorserienmuster können ab sofort geliefert werden. Der Serienstart ist für Q3 geplant.

 NALLINO core

Das embedded Board SBC NALLINO
ist für Applikationen mit kleineren Display-Diagonalen wie 4,3- und 5‑Zoll‑Geräten optimiert

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte

In Videos erklären technische Spezialisten von Garz & Fricke das breite Produkt- und Dienstleistungsportfolio für das industrielle IoT. Was enthält das Starterkit? In welchen Bauformen werden die Garz & Fricke HMI-Systeme angeboten, wie werden diese in ein Gehäuse eingebaut? Dies und noch vieles mehr wird in den Videos in anschaulicher Weise dargestellt. ds


Jetzt mehr erfahren!
Eu'Vend & coffeena
Halle 9.1, Stand B010
Köln, 9. – 11.5.2019



Programmierbare, konvektionsgekühlte 600‑Watt-Einbaunetzteile​ mit Zulassungen für Medizin und Industrie

Die TDK Corporation bringt mit dem TDK‑Lambda GXE600 ein neues Einbaunetzteil mit digitalem Interface und analogen Programmiereingängen auf den Markt. Dank eines hohen Wirkungsgrades von bis zu 95 Prozent liefert das konvektionsgekühlte Netzteil 600 W Ausgangsleistung und ist zur Integration in 1HE-Baugruppenträger ausgelegt. Die Breite des Netzteiles erfordert mit 127 mm genau 21 TE des üblichen 19-Zoll-Rasters.
Besonderes Highlight ist ein sehr weiter Ausgangsspannungs- und Strombereich, der sowohl über analoge Steuerspannungen (0-6 V) als auch über ein digitales RS-485 Interface mit Modbus-RTU-Protokoll programmiert werden kann. Mit Zulassungen für den Medizin- und auch den ITE-Bereich – diese bereits nach der ganz aktuellen IEC62368-1 – eignet sich das Netzteil für vielfältige Aufgaben in Medizingeräten und Industriebereichen insbesondere im Umfeld der aktuell hoch gehandelten Themen Industrie 4.0 und IoT.
Die Möglichkeit zum Einsatz als programmierbare Spannungs- und / oder Stromquelle erschließt Einsatzfelder in Testsystemen, die bisher mit Labor-Stromversorgungen ausgerüstet wurden.
Mit einer Ausgangsleistung von 600 W bei reiner Konvektionskühlung ist das Gerät weiter für Anwender interessant, die „nur“ besonderen Wert auf eine geräuscharme, lüfterlose Kühlung legen.

Schutz- und Recovery-Programme über Modbus-RTU einstellbar

Zwei GXE-Modelle stehen zur Verfügung, eine mit 24 V Nennausgangsspannung (4,8-28,8 V programmierbar), die andere mit 48 V Nennausgangsspannung (9,6-57,6 V programmierbar). Die Geräte können entweder statisch mit ihrer fixen Nennausgangsspannung betrieben werden oder als programmierbare Konstantspannungs- oder Konstantstromquelle (CVCC) arbeiten. Der programmierbare Spannungsbereich umfasst 20-120 Prozent des Nennausgangswerts, der Strombereich 20-100 Prozent. Ferner können über Modbus-RTU verschiedene Schutz- und Recovery-Parameter sowie Flankensteilheit eingestellt werden.
Zudem ermittelt das Netzteil eine geschätzte Restlebensdauer der Elektrolyt-Kondensatoren und speichert die Betriebsstunden und ein Fehlerprotokoll um damit dem Anwender Informationen zur Fernwartung, Fehlerdiagnose oder präventiven Servicemaßnahmen bereitzustellen. Die Netzteile arbeiten mit einem Weitbereichseingang (85-265 Vac) bei einem sehr geringen Erdableitstrom unter 300 µA und sind standardmäßig mit doppelter Eingangssicherung (L und N) ausgerüstet. Eingangsspannungen kleiner 170 Vac erfordern ein Leistungsderating (500 W bis hinunter auf 100 Vac; darunter 350 W) oder eine forcierte Kühlung. Die zulässige Betriebstemperatur liegt bei -20 °C (Startup bei -40 °C) bis +70 °C. Ab +50 °C greift ein lineares Derating auf 50 Prozent Nennlast bei +70 °C. Zur umfangreichen Standardausstattung gehören neben den Schnittstellen und der Programmierbarkeit auch ein isolierter Standby-Ausgang mit 5 V / 1 A, Fern-Ein / Aus, isolierte DC-Good- und AC-Fail-Signalausgänge. Für größere Leistungen lassen sich bis zu fünf Geräte parallelschalten. Die Abmessungen sind für ein konvektionsgekühltes Gerät mit 127 x 41 x 254 mm (BxHxT) sehr kompakt.

Zahlreiche Sicherheitszulassungen

Die GXE-Serie besticht mit 7 Jahren Garantie und verfügt über Sicherheitszulassungen gemäß
IEC/EN/US/CSA60601-1, IEC/EN/US/CSA62368-1,
IEC/EN/US/CSA60950-1 sowie EN62477-1 (OVC III) und trägt das CE-Zeichen gemäß Niederspannungs-, EMV- und RoHS2-Richtlinien. Die Isolationsspannung beträgt 4000 Vac (2xMoPP) zwischen Ein- und Ausgang, 2000 Vac (1xMoPP) zwischen Eingang und Masse und 1500 Vac (1xMoPP) zwischen Ausgang und Masse, so dass sich die Netzteile im Medizinbereich sowohl für B- als auch für BF-Anwendungen eignen. Die EMV erfüllt die Anforderungen aus der EN55011-B, EN55032-B, FCC Class B, VCCI-B (leitungsgebundene und abgestrahlte Störaussendung) sowie die EN61000-3-2 (harmonische Oberwellen) und die EN60601-1-2, Ausgabe 4 (Störfestigkeit).
ds

10000 Meter über Meer – Motor läuft zuverlässig

In Linienflugzeugen übernehmen kleine Elektromotoren viele Aufgaben, die früher mechanisch oder hydraulisch erledigt worden sind – und der Trend setzt sich rasant fort.



Elektrische Aktuatoren fahren die Bildschirme über den Sitzen simultan aus
Der Check-in liegt hinter uns, Kerosinduft steigt in die Nase, der Blick aufs Ticket bestätigt die Sitzplatznummer. Im Gang des Flugzeugs stehen die Passagiere und hieven ihr Handgepäck in die Ablage über ihren Köpfen. Als ein Cabin-Crew-Mitglied den Deckel nach oben drückt, um die Gepäckablage zu schließen, helfen starke Mikromotoren – fürs Auge unsichtbar. Willkommen in der Welt der verborgenen elektrischen Antriebssysteme!

Automatische Flugsysteme

Der Pilot steuert die Maschine zur Startbahn, bewegt den Schubhebel nach vorne und bringt das Flugzeug in die Luft. Sein Control-Joystick ist mit kleinen Elektromotoren versehen, mit denen ein Force-Feedback kreiert wird. Dadurch spürt der Pilot effektiv und in Echtzeit, was an den Flugflächen draußen passiert. Längst vorbei die Zeiten, als Steuerknüppel noch direkt über Kabelzüge mit den Steuerflächen verbunden waren. Dann, wenn die Flughöhe erreicht ist und der Autopilot eingeschaltet wird, bewegt sich der Schubhebel selbstständig (Autothrottle), durch einen DC-Motor gesteuert.
Hinten in der Kabine arbeitet derweil das Klimasystem des Flugzeugs auf Hochtouren, damit sich die Passagiere auch auf 10.000 Metern Höhe wohl fühlen. Die Regulierung von Temperatur, Sauerstoff und Druck erfolgt über viele kleine Ventile und Aktuatoren – meist bürstenlose Flachmotoren. In einer Boeing Dreamliner zum Beispiel kommen fast 50 maxon EC 45 flat im Klimasystem zum Einsatz.

Antriebe für die Spülung

Es ist nun einmal so: Früher oder später muss jeder Passagier den Weg zur Toilette antreten. Auch dort sorgen elektrische Antriebssysteme im Hintergrund


Gepäckablage komfortabel schließen: Starke Mikromotoren dienen als praktische Schließhilfen
für saubere Abläufe, regulieren unter anderem sowohl die Wasserzufuhr als auch die Spülung. Künftig sollen für zusätzlichen Komfort sogar berührungslose Funktionen hinzukommen. Beim Verlassen der Flugzeugtoilette schweift der Blick neidisch in die Business- und First-Class. Denn inzwischen ahnen wir: je mehr Elektromotoren, desto höher der Komfort. Konkret lässt sich das unter anderem an den Sitzen erleben. Diese lassen sich per Knopfdruck in die richtige Position bringen und sogar zu einem Bett ausfahren – alles elektrisch und automatisch. Hinzu kommt immer öfter ein verstellbarer Härtegrad in den Kissen mittels Luftdrucks, damit auch lange Flüge angenehm werden. Für das entsprechende Ventil setzt die Herstellerfirma Lantal bürstenlose maxon Motoren ein. Falls dann beim gemütlichen Kurzschlaf die Sonne ins Gesicht scheint, wird die Fensterblende bequem per Knopfdruck heruntergefahren. Auch dafür sorgen maxon Präzisionsmotoren.

Lückenloses Internet

Zurück in der Economy-Klasse müssen die Passagiere nicht auf Unterhaltung verzichten. Die Bildschirme über den Sitzen werden simultan ausgefahren und zeigen Sicherheitsanweisungen oder Filme. Wer dagegen lieber im Internet surft, hat immer öfter die Gelegenheit dazu, da viele Passagierflugzeuge mit Kommunikationsantennen ausgestattet sind. Diese richten sich permanent und automatisch auf das beste Satellitensignal aus. Jeweils drei Antriebe der EC-4pole Reihe werden dafür benötigt – mit passenden HD-Getrieben. Schließlich rückt die Landung näher, der Sinkflug ist im vollen Gange, und das Fahrwerk wird ausgefahren.
Damit es auch ausgefahren bleibt, betätigt eine Motor-Getriebe-Kombination aus DCX 22 und GP 32 HD den Sicherheitsbolzen. Unsichtbar für alle Passagiere, wie so vieles, was an Bord eines Passagierflugzeugs durch elektrische Antriebe verrichtet wird. Mehrere hundert solcher Antriebe befinden sich in Mittel- und Langstreckenmaschinen, und ihre Zahl nimmt stetig zu.
Denn dank gesteigerter Qualitätsstandards ersetzen immer öfter elektrische Aktuatoren hydraulische oder pneumatische Systeme. Gleichzeitig werden sie in neuen Anwendungen eingesetzt, die den Komfort der Passagiere erhöhen.

Gewicht reduzieren

Elektrische Systeme sparen deutlich Gewicht im Gegensatz zu hydraulischen. Deshalb spielen sie eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Passagierflieger ökologischer und ökonomischer zu machen – neben energieeffizienteren Triebwerken und Leichtbautechniken für die Flugzeughülle. Denn elektrische Triebwerke lassen auf sich warten, und der Verkehr am Himmel nimmt ungebremst um jährlich 5 Prozent zu. Damit die Umweltverschmutzung nicht im gleichen Maß ansteigt, muss das Flugzeug von morgen schnell, leise und umweltfreundlich sein. Ingenieure arbeiten mit Hochdruck daran.

maxon Antriebe in der Aviatik

maxon verfügt über eine große Auswahl an Standardprodukten auf hohem Level, die sich problemlos in verschiedenste Aerospace-Anwendungen integrieren lassen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen Zugriff auf kundenspezifische Lösungen und komplette mechatronische Systeme. Seit 2012 ist maxon mit der ISO-Norm 9100 für Luftfahrt und Space zertifiziert. In den hauseigenen Labors werden die Antriebe auf Vibration, Schock, Kälte, Wärme oder Vakuum getestet.

Der lange Weg
zum elektrischen Flugzeug

Bis wir mit rein elektrisch angetriebenen Flugzeugen reisen, vergehen wohl noch Jahrzehnte. Zwar arbeiten die großen Flugzeugbauer und Start-ups weltweit an Konzepten oder Prototypen von elektrischen Flugzeugen, doch bisher ist noch keine Maschine auf dem Markt, die mehrere Passagiere transportieren könnte. Schuld ist unter anderem die nach wie vor zu geringe Energiedichte von Batterien. Diese müsste etwa fünfmal höher sein, um nur schon kleine Passagierflugzeuge in die Luft zu bringen. Deshalb konzentrieren sich inzwischen viele Entwickler auf hybride Triebwerke, die zum einen mit Batterien und zum anderen mit Kerosin oder alternativ mit Gasturbinen angetrieben werden. Nichtsdestotrotz gibt es rein elektrische Projekte für Kleinstflugzeuge, wie etwa Joby Aviation oder Ampaire. Beide Unternehmen kündigen Prototypen und Testflüge für die kommenden zwei Jahre an.

Autor: Stefan Roschi, Redakteur bei maxon motor




Intelligenter Steckverbinder mit elektronischer Signalaufbereitung

Der Trend der Digitalisierung in der Industrie erfordert neue Lösungsansätze, das gilt auch für bisher rein elektromechanische Komponenten. Denn ohne eine leistungsfähige, durchgängige Infrastruktur stößt die Digitalisierung schnell an ihre Grenzen. Zur Infrastruktur gehören Steckverbinder und Leitungen. Deren Bedeutung wird zukünftig weiter steigen und sich beispielsweise in intelligenten Steckverbindern widerspiegeln. Einen Demonstrator für einen intelligenten Steckverbinder präsentiert Weidmüller erstmalig auf der Hannover Messe 2019 (Halle 11, Stand B58).
Die Entwicklung der Steckverbinder wird von drei Trends beeinflusst: der Digitalisierung, der Dezentralisierung und der Miniaturisierung. Bei der Dezentralisierung wandern im industriellen Umfeld immer mehr Funktionen in die Geräte- und Feldebene, wodurch es einen steigenden Bedarf an durchgängigen Verbindungen zwischen Geräten entlang der horizontalen und vertikalen Achse der Automatisierungspyramide geben wird. Auch eine Erweiterung um intelligente Funktionen gehört dazu. Eine Integration von Sensor- und Diagnosefunktionen direkt in den Steckverbinder ermöglicht völlig neue Anwendungsfelder und macht eine zusätzliche Sensorik überflüssig. Es lassen sich Messgrößen wie Strom, Spannung, Leistung und die Temperatur erfassen und über eine App, ein ERP-/SCADA-System oder eine Cloud speichern und auswerten. Auf der Hannover Messe können Besucher erstmalig einen Demonstrator für einen intelligenten Steckverbinder sehen, der die Übertragung, Erfassung und Analyse von Energie ermöglicht.
Der smarte Steckverbinder entstand im Rahmen des Förderprojektes des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung): „Intelligente elektrische Steckverbinder und Anschlusstechnologie mit elektronischer Signalaufbereitung (ISA)“.

Einfache Anwendung

Steckverbinder und elektrische Anschlusstechnologien spielen eine zentrale Rolle in der Vernetzung der Produktion von morgen. Sie sind die Hauptschnittstelle zwischen Maschinen, Steuerungen und Datenverarbeitungsanlagen und bilden somit die Grundlage für Funktionalität, einfache Handhabung und Zuverlässigkeit der Automatisierungstechnik. Der smarte Steckverbinder von Weidmüller kann sich in der bzw. den Anschlussleitungen von Fertigungsanlagen, -modulen oder -inseln befinden.
Der Steckverbinder dient der Energieversorgung, Signal- und Datenanbindung an die SCADA- oder ERP-Ebene. Im smarten Infrastruktur-Steckverbinder werden folgende Messgrößen auf den drei Phasen erfasst: Strom, Spannung und Leistung. Der Maximalstrom beträgt 3 x 72 A. Die Spannungsmessung geschieht direkt an L1-L3, ohne galvanische Trennung. Auch eine Temperaturerfassung ist integriert. Selbstverständlich ist der Steckverbinder auf das industrielle Umfeld abgestimmt, dafür stehen folgende Daten: Temperaturbereich -40 °C bis +125 °C, Spannung: 3 x 230 V/AC, Signalfrequenz: 50/60 Hz. Die Strommessung erfolgt mit Hallsensoren, das heißt, ohne Unterbrechung des Stromkreises.

Der smarte Steckverbinder befindet sich innerhalb der Anschlussleitung und erfasst dort verschiedene elektrische Werte und überträgt diese beispielsweise in eine App, Cloud oder in ERP- oder SCADA-Systeme

RockStar® ModuPlug-Modul mit integriertem Steckzyklenzähler, montiert in einem HDC‑Gehäuse

Infrastruktur-Steckverbinder
mit Steckzyklenzähler

Die Anzahl der Steckzyklen bestimmen u. a. die Funktion und den Verschleiß eines Steckverbinders. Weidmüller realisiert die Zählfunktion mit einem energieautarken piezobasierten Miniatursystem, das folgendermaßen funktioniert: Die aufgebrachte Kraft während des Steckzyklus erzeugt eine Energie, um das nachgelagerte elektronische System mit Strom zu versorgen. Der Energiewandler befindet sich im Kraftfluss des Stecksystems – im oder am Steckverbinder.
Die Energiezufuhr aktiviert das elektronische Zählwerk. Über Plausibilitätskriterien findet die Validierung statt, ob der Steckvorgang sicher durchgeführt worden ist. Bei erfolgreicher Validierung wird der Zähler um eins erhöht. Gesichert wird der absolute Wert in einem nicht flüchtigen Speicher. Beim Erreichen der festgelegten, maximalen Steckzyklenanzahl erfolgt eine visuelle Markierung am Messsystem. Der Zählerstand lässt sich dann kontaktlos über eine RFID-Schnittstelle auslesen. Dabei wird während des Lesevorgangs das System über die RFID-Schnittstelle mit Energie versorgt.
Mit den Funktionen des intelligenten Infrastruktur-Steckverbinders ermöglicht Weidmüller eine wesentliche Effizienzsteigerung bei der Installation und Inbetriebnahme sowie beim zuverlässigen Betrieb von Maschinen und Anlagen. Der smarte Steckverbinder aus dem ISA-Projekt trägt wesentlich zur Produktionsverbesserung bei. Weidmüller verbindet damit innovative Automatisierungstechnologien mit smarten Digitalisierungslösungen und realisiert auf diese Weise die zukunftssichere Verbindung aller Prozessebenen vom Sensor bis in die Cloud. ds

Controller-Modul für komplexe Bewegungsabläufe

Mit dem Commander-Controller-Modul CMD-4EX-CR (im Vertrieb von Dynetics) lässt sich auf der eigenen Leiterplatte ein 4-Achsen-Motion-Controller integrieren. Die frei programmierbare Mehrachsensteuerung verkürzt erheblich die Entwicklungs- und Produkteinführungszeit.


Der Controller ermöglicht mit nur einem Modul viele Lösungen für die Realisierung von komplizierten Bewegungsabläufen bis zu vier Achsen. Unterstützt werden sowohl rotierende als auch lineare bürstenlose Gleichstrommotoren, Schrittmotoren oder Positioniertische in beliebiger Kombination.
Das CMD-Modul bietet hohe Datenübertragungsraten via Ethernet. Es unterstützt auch die Kommunikation über USB 2.0, RS-485, I2C-Bus und zwei SPI-Schnittstellen. Das Modul hat folgende Eigenschaften: lineare und zirkulare Interpolation bei zwei bis vier Achsen wie der FMAX-Controller, 13 Homingroutinen, „fliegende“ Einstellung von Geschwindigkeit und Position, absolute und inkrementale Position, S-Kurve und trapezförmige Bewegungsprofile, lineare Interpolation (XYZU), Bogen-/Kreisinterpolation (beliebige zwei Achsen), Helix-/Tangentialinterpolation(XYZ), kontinuierliche Konturierung (XYZ: 100 Puffergröße), Encoder-Rückmeldung, koordinierte Bewegungsabläufe (linear und zirkular), bis zu 40 digitale Ausgänge.
Das Modul kann sowohl im PC-basierten als auch im Stand-alone-Modus betrieben werden. Es unterstützt die BASIC-ähnliche Programmiersprache AScript des Herstellers und C, C++, VB, VB.net, Linux, Labview und Matlab (mit Beispielen). Der Hersteller stellt ein Entwicklungs-Kit mit der notwendigen Software zur Verfügung. ds

Erpressungsangriffe auf OT- und IIoT‑Infrastrukturen erkennen und abwehren

In Deutschland hat sich die Nutzung von IIoT zur digitalen Automatisierung so weit entwickelt, dass sie als vierte industrielle Revolution bezeichnet werden kann. Aber je mehr Geräte, Equipment, Sensoren und Anwendungen miteinander verbunden werden, desto mehr nimmt die Gefährdung durch Cyberkriminelle zu.

„Die überwiegende Mehrheit der Angriffe unterstreicht, dass Kriminelle bestimmte Produktionsstätten mit einem ganz bestimmten Zweck verfolgen", heißt es im letzten Data Breach Investigations Report (DBIR) von Verizon

Fehler beim Sicherheitsdesign sorgten in der Vergangenheit zu oft für vielfältige Penetrationsmöglichkeiten
Die Aussicht auf integrierte Lieferketten, Echtzeit-Rückmeldungen über Prozesse, auftretende Probleme und vorhandene Bestände, bei denen selbst die kleinsten Elemente eines industriellen Prozesses miteinander verbunden wären, ist äußerst erfolgsversprechend. Effizienz wird so erheblich gesteigert, Probleme und Fehlermeldungen verringert, weil die Systeme letztendlich für sich selbst sorgen könnten, ohne dass teure menschliche Eingriffe und Managementmaßnahmen erforderlich sind. Das IIoT wird so zur Plattform für jene Branchen, von denen die digitale Wirtschaft letztlich abhängt.
Ein pessimistischerer Blick sieht die flächendeckende Verbreitung von IIoT und OT aber auch als ein neues Feld digitaler Sicherheitsrisiken. Diese könnten in ähnlicher Weise unterschätzt werden, wie die Risiken des konsumentenorientierten IoT in den ersten Jahren. Die Entwicklung der Cyberkriminalität in den letzten 20 Jahren zeigt, dass mit den Nutzern des IIoT und OT analog auch die potenzielle Zahl von Angreifern steigt.
Da sich Industrie 4.0 und IIoT aber noch im Aufbau befinden und viele Technologien und Standards noch nicht final implementiert sind, sind auch potenzielle Schwachstellen für Cyberangriffe nicht immer offensichtlich. Jüngste Cyberangriffe auf Fertigungsanlagen zeigen aber, dass Anlass zur Sorge besteht. Laut dem letzten Data Breach Investigations Report (DBIR) von Verizon, der die Zahlen von 2017 analysierte, zählte das verarbeitende Gewerbe 42 bekannte Verstöße und 389 Cybervorfälle verschiedener Art.

Wie könnten sich Angriffe entwickeln?

Cyberangriffe basieren auf einer Kombination aus technischen Mitteln – der Schwachstelle, die ausgenutzt wird, um in ein Zielnetzwerk einzudringen – und der kriminellen Absicht, dies ohne Rücksicht auf Risiken und Kosten zu tun. Jüngste Vorfälle zeigen, dass dabei das häufigste Vorgehen für Angriffe wahrscheinlich die gezielte Cyber-Extortion (=Erpressung) ist.
Angriffsziel Smart City: Mittlerweile ist fast jede große Stadt und ihre Bürger auf Online-Dienste angewiesen, die einfache Anwendungen wie Parken, Bill Payment, Gerichtsvorladungen und eine Vielzahl von lokalen Verwaltungsfunktionen bereitstellen
Ein warnendes Beispiel, wie gefährlich dies werden kann, gab der Vorfall im März 2018 in der Stadt Atlanta. Unter Verwendung einer Hacking-to-Ransomware-Plattform namens SamSam drangen Angreifer in das Netzwerk der Stadt ein, um eine Reihe von Anwendungen zu verschlüsseln. Die Lösegeldforderung von 51.000 Dollar (ca. 45.000 Euro) wurde zwar anscheinend nicht erfüllt, trotzdem kostete der Angriff schließlich 2,6 Millionen Dollar, um ihn zu bereinigen. SamSam wurde zudem für weitere Angriffe im Jahr 2018 verantwortlich gemacht, darunter die Stadt Newark, das Colorado Department of Transportation, die Universität Calgary und, aus industrieller Sicht vielleicht am beunruhigsten, die Häfen von Barcelona und San Diego. Dies zeigte eindringlich auf, dass diese Vorfälle in jeder Institution, Organisation oder kritischen Infrastrukturen geschehen können, einschließlich Fabriken, industrieller Prozesse oder Lieferketten. Zusätzliche Gefahr geht davon aus, dass IIoT-Systeme immer noch oft über keine effizienten Sicherheitsstrategien oder ausgereifte Sicherheitsmodelle verfügen. Dazu kommt, dass industrielle Netzwerke, die IIoT unterstützen, in der Regel nicht von Grund auf neu aufgebaut werden, sondern von der etablierten Netzwerksicherheit und den Protokollen einer Organisation abhängen.

Angriff über anfällige Protokolle

Angreifer müssen dann nur einen Schwachpunkt oder ein Protokoll finden – Remote Desktop Protocol (RDP) war SamSams bevorzugte Einstiegsmethode – von dem aus sie einen tieferen Einbruch in das Zielnetzwerk aufbauen können. Wenn eine betroffene Institution merkt, dass sich ein Angreifer im Netzwerk befindet, ist es in der Regel schon zu spät.
Jede Planung für das Implementieren von IIoT und OT muss dafür in Zukunft Sicherheitsaspekte zentral und vorab einbeziehen. Die vielfältigen neuen Risiken stellen Experten dabei vor große Herausforderungen. Die Verteidigung der Industrie-4.0-Systeme​ muss grundlegend und hochprofessionell neu aufgestellt werden, wenn die nächste Welle dieser Industrietechnologie ihr Versprechen erfüllen soll.


Autor: Michael Gerhards,
Head of CyberSecurity Deutschland,
Airbus CyberSecurity

Orion Malware-Analyse: Schnellerkennung von Gut und Böse

Aktuelle Malware ist mittlerweile in der Lage, die Antivirenerkennung zu umgehen, was wesentlich umfangreichere und tiefer gestaffelte Abwehrmaßnahmen nötig macht. Dies verursacht weitere Komplexität und Kosten und verstärkt zudem das Risiko, dass eine Bedrohung nicht rechtzeitig erkannt wird. Orion Malware von Airbus CyberSecurity bietet eine Reihe von Tools, die den Security Operations Centern (SOCs) und Sicherheitsteams helfen sollen, diese Probleme so schnell und präzise wie möglich zu lösen.
Früher wurden Dateien unterteilt in solche, die einem Signaturhash entsprachen, der eine bekannte „bösartige“ Datei bezeichnete und eine größere Zahl, die als „sauber“ bezeichnet wurde.
Nur wenige Dateien fielen in eine Grauzone irgendwo zwischen den beiden, was eine weitere Untersuchung erforderte. Da sich aber die Anzahl der Dateien, die in die „graue“ Kategorie fallen, dramatisch erweitert hat, ist die Analyse immer komplexer geworden.
Malware wird immer ausgefeilter und entwickelt sich in immer schnellerem Tempo weiter.

Angriffsziel Industrie: Security Operation Center (SOC) und Sicherheitsteams können mit Orion Malware OT- und IIoT-Systeme schützen
Orion-Malware ist auch in besonders prekären Sicherheitsumgebungen wie im Bereich Nationale Verteidigung, im Finanzsektor und bei kritischen Infrastrukturen wie Wasser- und Energieversorgung einsetzbar
Die Identifizierung von Freund und Feind wird so nicht nur technisch schwierig, sondern kostet auch Zeit. Dabei müssen die Sicherheitsexperten oft Malware identifizieren, um Angriffe zu beheben, die möglicherweise bereits in das System vorgedrungen sind.

Expertise für Security

Airbus CyberSecurity hat seine Expertise über mehrere Jahre hinweg innerhalb der hauseigenen Computer Security Incident Response Teams (CSIRT) entwickelt.
Mit Orion Malware wurde eine Software geschaffen, die auch von Laien über eine Service-Website genauso wie von Blue-Teams bei gemeinsamen internationalen DEFNET-Übungen genutzt werden kann. Auch für SOC-Teams, die Zeit bei der Einteilung von Dateien sparen wollen, die von Benutzern zur Analyse gesendet wurden, oder für IT-Teams, die Malware in Dateien erkennen möchten, die von Netzwerksonden extrahiert wurden, kann die Plattform verwendet werden.
Orion ist eine umfassende Plattform, die den gesamten Workflow abdecken kann. Dateien zur Analyse können in einer Vielzahl von Formaten (einschließlich Dokumentdateien, Android APK, Archive, JavaScript, Windows-Hilfedateien, Linux und andere Binärdateien usw.) über die Produkt-API, über die Befehlszeile oder über eine Webschnittstelle eingereicht werden. Die Ergebnisse können dann gezielt nur einzelnen Personen oder kleinen Gruppen zur Verfügung gestellt oder öffentlich gemacht werden. Am Ende des Prozesses erhält die Datei eine Risikobewertung mit einem detaillierteren Bericht, der zum Abgleich mit anderen Daten an ein Security Information and Event Management (SIEM) exportiert werden kann.

Sandbox für die Analyse verdächtiger Dateien

Ein zentraler Bestandteil des Orion-Workflows ist die Qspy-Sandbox, eine abgesicherte virtualisierte Umgebung, in der eine Datei geöffnet oder ausgeführt werden kann, um ihr Verhalten und ihre mögliche Payload zu verstehen und zu untersuchen. Hierbei wurden Techniken entwickelt, die verhindern, dass Angreifer der Sandbox-Erkennung entkommen.
Die Analyse kombiniert dabei verschiedene Ansätze wie Signatursuche, Heuristik, diverse Antivirenlösungen und andere statische und dynamische Analysetools. Orion verfügt zudem über ein eigenes heuristisches Betriebssystem für die Informationen, die aus der statischen Analyse der Dateien gewonnen wurden. YARA- oder MAGIC-Regeln können implementiert werden, um die mit Antivirenprogrammen durchgeführten Erkennungen zu ergänzen.
Zusätzlich zur Dateiausführung ist die Erkennung der Sandbox auf die Erkennung von Systemänderungen, Prozess- und Injektionstechniken, die Änderung der Firewall-Konfiguration und die Interaktion mit dem Dateisystem und den Registrierungsschlüsseln abgestimmt. So wird es möglich, alles von ausgefeilter Ransomware bis hin zu Zero-Day-Bedrohungen zu erkennen und zu bewältigen. Dies kann in unter 70 Sekunden pro analysierter Datei erreicht werden. Gleichzeitig kann ein Operator auch Orion Malware Module individuell abfragen.
Unternehmen können Orion unter der Verwendung von AV-Engines von Drittanbietern, sowie Sandboxing für bestimmte OS-Umgebungen wie Windows 7, Windows 10, Linux und sogar Android anpassen.
Eine Webschnittstelle ermöglicht es optional, die Ergebnisse der Dateianalyse so zu übermitteln, dass sie mit anderen Kunden geteilt werden können.
Orion kann somit der wachsenden Nachfrage bei Unternehmen begegnen, die die schnelle Analyse und Identifizierung von Malware vereinfachen und beschleunigen müssen.


Autor: Julien Ménissez,
Cyberdefence Produktmanager,
Airbus CyberSecurity

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Treffen Sie Airbus CyberSecurity auf der Hannover Messe.
Airbus CyberSecurity, Partner bei Stormshield
Halle 6, Stand D04
Airbus CyberSecurity auf der Hannover Messe vom 1. – 4. April 2019



Kontinuierliche Füllstandsmessung mit geführten Radarsensoren

Geführte Radarsensoren von Balluff sind für die wartungsfreie Füllstandmessung von Flüssigkeiten und Feststoffen sowie zur Trennschichtmessung geradezu prädestiniert. Die geführten Radarimpulse entlang der Sonde gewährleisten eine präzise und stabile Messung mit einer absoluten Reproduzierbarkeit von ±1 mm und einer maximalen Linearitätsabweichung von ±2 mm.

Die geführten Radarimpulse entlang der Sonde gewährleisten eine präzise und stabile Messung selbst bei staub- und schaumbildenden Medien
Die robusten Radarsensoren im Edelstahlgehäuse der Schutzart IP66 / IP68 arbeiten mit einer maximalen Zykluszeit von 500 Millisekunden und unabhängig von Druck- oder Temperaturschwankungen und unbeeinflusst von Schaumentwicklung, Dampf oder Staub. Auch Anhaftungen an der Sonde oder den Behälterwandungen beeinflussen die Messung nicht. Dabei bieten die Sensoren mit einer Messlänge von bis zu 75 Metern ein breites Einsatzgebiet:
Von kleinen Abfülltanks bis hin zu großen Lagertanks ist alles möglich.
Durch ihr Messprinzip und ihre mechanische Ausführung sind die geführten Radarsensoren die ideale Wahl bei anspruchsvollen Umgebungen. So gibt es hygienegerechte Ausführungen für Pharma- und Lebensmittelanwendungen. Die ATEX-zertifizierten Sensoren lassen sich auch in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen, die typischerweise in Raffinerien und bei chemischen Prozessen vorkommen.
Inbetriebnahme und Teach-in erfolgt einfach mittels Drucktasten. Ein gut sichtbares Display informiert über den Status und sorgt für den richtigen Überblick. Am Ausgang stehen die Messergebnisse als Analogsignal 4…20 mA/HART zur Verfügung. ds

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Hannover Messe 2019
Halle 9, Stand F53
Hannover, 1. – 5.4.2019



Fernwartung und digitale Services aus dem Baukasten

Mit Industrie-Routern als IoT-Gateway können nicht nur anfallende Daten erfasst und ausgewertet werden – per Fernzugriff lassen sich auch Anpassungen an der Anlagensteuerung sofort erledigen. Wie das einfach und sicher machbar ist, zeigt MB connect line auf der Hannover Messe 2019, Halle 8, Stand A04/1.

Komponenten für eine sichere Komplettlösung: Industrierouter mit Schlüsselschalter mbNet.rokey, Datenmodem mbSpider, Automation‑Firewall mbNetfix, Daten-Diode mbXlink
Schnell die richtige Entscheidung treffen – das ist das Ziel einer umfassenden Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsanlagen. Die entstehenden Prozess- und Produktionsdaten werden fortlaufend gesammelt und mit passenden Algorithmen ausgewertet. Dabei dürfen die Daten weder verfälscht werden noch in falsche Hände kommen.

Komplettlösung aus dem Baukasten

MB connect line bietet einen umfassenden Baukasten, mit dem sich eine entsprechend sichere Infrastruktur realisieren lässt. Im Mittelpunkt steht das Remote-Service-Portal mbConnect24. Je nach Anwendung bietet der Dinkelsbühler Spezialist für Industrial Security dazu verschiedene Endgeräte wie die Industrie-Router mbNET, die Datenmodems mbSpider oder die Automation-Firewall mbNetfix. Bei mbNET.rokey sorgt ein integrierter Schlüsselschalter dafür, dass das Anlagenpersonal die Fernwartung direkt am Router freigeben und sperren kann, ohne dass die Datenerfassung davon beeinträchtigt wird. Mit der Erweiterung mbEDGE werden die Router zum smarten IoT-Gateway.
Per Node-RED und MQTT lassen sich sichere IoT-Anwendungen einfach realisieren.

Von der Datenerfassung zu IoT‑Anwendungen

Damit sind durchgehende Komplettlösungen für vielfältige Anwendungen möglich – von der einfachen Datenerfassung über Fernwartung und M2M-Kommunikation bis hin zu industriellen IoT-Lösungen, bei denen Maschinen und Anlagen vollautomatisch Daten austauschen und auf Ereignisse reagieren.
Das Funktionsprínzip des Baukastens für Fernwartung, Datenerfassung und Darstellung, webbasierte Visualisierung, Überwachung und Alarmierung sowie M2M-Kommunikation auf einer sicheren Plattform
Der Nutzen für die Anwender ist vielfältig. Von der Produktionsplanung über die Prozesssicherheit und Verfügbarkeit bis hin zur Produktionsoptimierung kann die Digitalisierung einen nennenswerten Beitrag zur Wertschöpfung liefern.
MB connect line entwickelt die Produkte und Lösungen streng nach dem Prinzip „Security by Design“. Basis sind die in der IEC62443 festgelegten Normen. Die Industrie-Router mbNet und mbNet.rokey sind mit einem sicheren Hardware-Element (Kryptochip) und einem Secure Boot-Konzept ausgestattet, so dass Geräte nur mit signierter und vertrauenswürdiger Firmware booten können. Alle im Speicher oder auf der mbEdge-SD-Karte gespeicherten Daten sind verschlüsselt. Sie sind ohne den im Kryptochip gespeicherten Schlüssel nicht lesbar. Damit ist die Infrastruktur der Anwender vor Bedrohungen durch Cyber-Angriffe wirksam geschützt. ds

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Hannover Messe
Halle 8, Stand A04/1
Hannover, 1. – 5.4.2019



Videos zum Thema Automatisierung

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Die Videos informieren Sie über neue Produkte und Services aus verschiedenen Bereichen der elektrischen Automatisierungstechnik. Der Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und Vernetzung.

Spannende Automatisierungstechnologien


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