DIN-Schienen-Netzteile sind standardisiert und problemlos zu installieren. Die grundlegenden
Anforderungen sind festgelegt (einphasiger oder gelegentlich dreiphasiger Eingang,
eine Auswahl an Standardausgängen und Leistungsbewertungen), so dass viele Entscheidungen
vereinfacht werden. Darüber hinaus ist der erforderliche Eingangsspannungsbereich für die
meisten Wechselstrom-Netzteile mit geringer oder mittlerer Leistung weltweit standardisiert
auf 90 V bis 264 V, mit nur geringfügigen Abweichungen zwischen den Ländern. Dennoch gibt
es noch einige Spezifikationen, die Probleme verursachen können.
Grundsätze für
die DIN-Schienen-Netzteile
Betriebstemperatur
Stellen Sie sicher, dass das Netzteil seine Nennbetriebstemperatur nicht überschreitet. Temperaturen,
die außerhalb dieses Bereichs liegen, können eine Reihe von Problemen verursachen. Hohe
Betriebstemperaturen können zu Leistungseinbußen führen; sie verkürzen auch die Lebensdauer
und erhöhen das Risiko von Störungen und Ausfällen.
Niedrige Temperaturen können auch zu Leistungsproblemen führen, einschließlich erhöhter
Ausgangswelligkeit und schlechter Ausgangsregelung. Darüber hinaus können Veränderungen
der elektrischen Eigenschaften bei niedrigen Temperaturen dazu führen, dass zum Beispiel ein Motor
nicht mehr anspringt.
Bei der Auswahl eines DIN-Schienen-Netzteils ist darauf zu achten, dass das Gerät
die Anforderungen bei der maximalen Betriebstemperatur erfüllen kann, wobei gegebenenfalls
eine Leistungsreduzierung zu berücksichtigen ist. Vergewissern Sie sich auch, dass das Gerät
bei der niedrigsten Betriebstemperatur startet.
Sehr lange Stromkabel
Widerstandsverluste auf langen Zuleitungen können zu einer Spannung an der Last
führen, die unter den zulässigen Grenzen liegt. Es gibt mehrere Methoden, um den
Widerstandsverlusten entgegenzuwirken, wie zum Beispiel die Erhöhung der Drahtstärke
oder die Erhöhung der Ausgangsspannung (beispielsweise von 24 V auf 48 V) und dann
die Verwendung einer lokalen DC/DC-Regelung an der Last (Point of Load = PoL). Berechnen
Sie auf jeden Fall den ungünstigsten Spannungsabfall und überprüfen Sie, ob der Entwurf
noch den Anforderungen entspricht.
Kapazitive oder induktive Lasten
Die Stromversorgung dieser Art von Lasten kann Probleme verursachen. Induktive Lasten
wie Motoren, Magnetspulen und Relais können hohe Spannungsspitzen verursachen; die Versorgung
kapazitiver Lasten kann das dynamische Lastverhalten des Netzteils verringern oder zu
Instabilität und erhöhter Ausgangswelligkeit führen. Vergewissern Sie sich, dass die
Stromversorgung die für die Anwendung erforderlichen Lasttypen aufnehmen kann.