Künstliche Intelligenz

Industrial AI
in Manufacturing

Siemens auf der Hannover Messe:
von Software-Defined Automation zu Pop-up-Fabriken

Die industrielle KI oder Industrial AI ist ein wirksames Instrument, um Innovationszyklen zu beschleunigen. Die Industrie erwartet von ihr flexiblere Produktionssysteme, schnellere Lieferungen und mehr Nachhaltigkeit. Zugleich müssen Industrieanlagen über Jahrzehnte hinweg sicher und zuverlässig arbeiten.
Die Industrie benötigt eine solide Basis für kontinuierliche Anpassungen und rasche Veränderungen in Produktionssystemen. Als Grundlage kann ein integriertes, eng miteinander verbundenes Netz mit dem Digitalen Zwilling, Software-Defined Everything (SDx) und industrieller KI dienen. Werfen wir einen Blick auf Software-Defined Everything. Dies ist ein Evolutionsschritt, der von der klassischen zur softwaredefinierten Automatisierung führt.
Das Grundprinzip der Software-Defined Automation lässt sich einfach erklären: Die Automatisierungsschicht wird per Software definiert. Der Vorteil besteht darin, dass Engineering-Teams neue Funktionen per Software implementieren können und Produktionssysteme rasch an neue Fahrzeugvarianten anpassbar sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Updates und Tests virtuell vorbereitet und validiert werden können.
Produktionsprozesse werden dadurch effizienter und zugänglich für KI-Funktionalitäten. KI wird somit in die Lage versetzt, softwarebasierte Modelle, Simulationen und Live-Betriebsdaten nicht nur zu analysieren, sondern – bei entsprechender Konfiguration – auch aktiv einzugreifen. So kann sie beispielsweise Zielzustände kontinuierlich mit dem Verhalten in der realen Produktion vergleichen, Änderungen vorschlagen, diese per Simulation überprüfen und, falls gewünscht, autonom ausführen.

Ein Beispiel für software-definierte Automatisierung

Automobilunternehmen sind bereits dabei, Software-Defined Automation (SDA) als wichtige Komponente von Software-Defined-Everything-Konzepten umzusetzen. Mithilfe einer virtuellen, TÜV-zertifizierten SPS wird die Produktionssteuerungslogik nicht mehr mit klassischen hardwarebasierten Steuerungssystemen und herkömmlicher SPS realisiert, sondern per Software. So berichtet Audi, dass das Unternehmen im Karosseriebau eines Fahrzeugs in den Böllinger Höfen eine virtuelle SPS (vSPS) auf der Plattform Edge Cloud 4 Production (EC4P) von Siemens einsetzt.
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