Fünf Tipps zur Displayauswahl

Von Anfang richtig designen vermeidet kostspielige Nachbesserungen

Displays sind anspruchsvolle Komponenten. Nicht nur, was die Hard- und Software angeht, sondern vor allem die Soft-Skills wie Lesbarkeit oder Größe und Helligkeit bedürfen einer guten Planung und Umsetzung. Wer ein paar wenige Details beachtet, spart sich später größeren Ärger und Zusatzkosten. Dieser Artikel von DISPLAY VISIONS hilft, die Weichen bei der Auswahl richtig zu stellen, um rechtzeitig potenziellen Problemen aus dem Weg zu gehen.
HMI – Display
Typischer Glasbruch
Immer wieder kommen Kunden zu DISPLAY VISIONS und berichten von Problemen mit Displays und der Bitte für eine bessere Lösung. Das sind teils Qualitätsprobleme wie Ausfälle oder eine zu dunkle Beleuchtung, andererseits Schwierigkeiten mit dem Touchpanel oder eine mangelnde Verfügbarkeit.
Viele Probleme stellen sich recht bald als hausgemacht heraus und hätten bereits in der Entwicklungsphase umschifft werden können. Eine Nachentwicklung ist meist kostenintensiv und entsprechend schmerzhaft für alle Beteiligten.
Damit es bei der Auswahl des richtigen Displays von Anfang an klappt, folgen nun die fünf wichtigsten Tipps zum Nachlesen.

Erst das Display, dann das Gehäuse

Die Reihenfolge ist einzuhalten. Aus Endkundensicht ist das Display vieler Geräte ein zentrales Element. Es dient nicht nur zur Anzeige verschiedener Informationen, sondern auch zunehmend zur Änderung von Parametern und zur Eingabe anderer Daten. Deshalb ist es wichtig, dass es sich gut in das Gerät einfügt. Die Auswahl an verschiedenen Displaygrößen ist nicht allzu umfangreich, zumindest wenn man sie mit dem Angebot an Gehäusen vergleicht. Hinzu kommt, dass inzwischen selbst individuell gedruckte und perfekt angepasste 3D-Gehäuse so erschwinglich geworden sind, dass sie sich auch für kleinere Mengen eignen.
Wenn in einer Applikation ohne Display nun ein Display nachgerüstet werden soll, sollten gleichzeitig alle anderen Elemente im Gehäuse überprüft werden: Taster, Stecker, SD-Kartenschlitz, Firmenlogo usw. Eventuell kann etwas entfallen oder an einer anderen Stelle positioniert werden.
Das erhöht die Chance, ein passendes Display zu finden, und gewährleistet ein stimmiges Gesamtkonzept.
Tipp: Das Display sollte in einer möglichst frühen Entwicklungsphase ausgewählt werden. Alle Displays benötigen einen zusätzlichen Rand außerhalb des Sichtfensters, sodass die Außenabmessungen immer größer sind als das Sichtfenster.
Bei den Außenabmessungen gilt zu beachten: Das Sichtfenster ist größer als die aktive Fläche

Das Interface

Verschiedene Displays besitzen unterschiedliche Interfaces, zum Beispiel LVDS, RGB, SPI oder MIPI. Aber nicht jedes Display ist mit jedem Interface verfügbar. So sind beispielsweise größere Displays ab 7 Zoll häufiger mit einem LVDS-Interface ausgestattet, kleinere mit einem SPI-Interface. Ein kleines Display mit LVDS-Interface ist nur schwer bis gar nicht erhältlich und große Displays mit SPI-Interface nur als komplettes HMI. Zwar sind Interfaceplatinen zur Umsetzung auf dem DIY-Markt sehr beliebt, im professionellen Einsatz verursachen sie jedoch nicht nur Kosten, sondern auch EMV-Probleme im Labor sowie Zusatzaufwand in der Fertigung für die Montage von Platine, Kabel und Stecker.
Display und Controller sollten von Anfang an aufeinander abgestimmt werden. Die Hauptthemen sind das Interface, der Speicherbedarf und die Rechenleistung. Hilfreich ist, auf der Controllerseite von Anfang an flexibel zu bleiben. Gegebenenfalls muss auf einen größeren Controller ausgewichen werden.
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